Skip to main content

Klinische Meditationsforschung

Meditation wirkt sich positiv auf Stress und stressassoziierte Erkrankungen aus. Mantra-Meditation ist eine einfach zu erlernende und in Alltagssituationen anzuwendende Meditationstechnik. Ihre Effektivität bei Menschen mit psychischen Erkrankungen, bei denen chronischer Stress einen wichtigen ätiologischen Faktor darstellt, ist jedoch unzureichend untersucht.

In einer randomisiert-kontrollierten Studie, die wir in Kooperation mit der Technischen Universität Dresden an unserer Klinik durchführen, wird die Effektivität von Mantra-Meditation gegenüber einem gängigen Entspannungsverfahren (Progressive Muskelrelaxation) in der begleitenden Behandlung von 130 Patienten mit Major Depression verglichen. Mit etablierten Instrumenten zur Fremd- und Eigenbeurteilung wird untersucht, ob Patienten, die meditieren, nach der stationären Behandlung und im Verlauf von sechs Monaten weniger depressiv sind als die Patienten, die das Entspannungsverfahren erlernt haben. Zudem wird untersucht, ob die Teilnehmer der Meditationsgruppe im Vergleich weniger ängstlich sind, weniger grübeln oder weniger negative Gedanken haben.


 

Die Studie widmet sich auch der Erfassung von Spiritualität, die einen wesentlichen Wirkfaktor von Meditation darstellt und mit besserer psychischer und körperlicher Gesundheit assoziiert ist. Es soll u.a. untersucht werden, ob Mantra-Meditation einen Zugang zu Spiritualität eröffnet und dieser als Mediator für geistige Gesundheit fungiert. Die Dimension „Spiritualität“ wird dabei über etablierte Fragebögen erfasst, die sowohl für gläubige also auch für nichtgläubige Menschen in einer säkularen Gesellschaft konzipiert wurden.

Weitere Untersuchungen mit Angeboten auch für ambulante Patienten befinden sich in Vorbereitung.

Link für Wissenschaftler:
Mantra Meditation in Depression (MAMED), ClinicalTrials.gov Identifier: NCT03004430

Ansprechpartner
Dr. med. Holger C. Bringmann
Studienleiter

Im Park 2b
04680 Colditz

Telefon Tel. 034381 87300